"Da, schau her Alles verdorben und verbraucht Verwüstet bis zum letzen Strauch Der stumpfen Gesellen Werk Die den wahren Wert der Frucht Nie erkannt haben Nie erkennen werden!" (Neuland | Bayreuth3 | 2006)

Ich hab so Lust auf Industrie

Träume erfrieren
Chancen stagnieren
Streits eskalieren
Städte vibrieren

Ich wünsch´ mir schon lange einen Waschautomaten
Jetzt hab´ ich ihn endlich und bezahl meine Raten
Ja, ich tanz fünf Minuten um das Material
Und ich liebe das Schleudern, bitte schleuder noch `mal

Wirtschafts-Magnaten
Steuern die Staaten
Und erziehen sich langsam
Konsum-Psychopathen

Im 2001 Super-Fidelity-Shop
Verlor´ ich mein Herz an einen farbigen Spot
Er blitzte Zack-Zack und drehte sich um die Achse
Elektroschockartige Gefühlsprophylaxe
Ja, ich bin noch da

Wie die Wolken, so wandern
Maschinen von einem zum andern´
Harter Stahl bricht Dir das Herz
Wundersame Laute
Hoher Puls, Gedankenflaute
Ich hab´ so Lust auf Industrie

Wunder der Technik
Der Mensch wird gebrechlich

Die Tiere verstummen schon
In der Stadt, dort wo ich wohn´

Chemiefaserkleidung in der Lieblingsfarbe
Und Mini-Computer als Gratisbeilage
Für die Leute die kaufen und den Umsatz noch steigern
Bis keiner mehr will und alle sich nur noch weigern

Musik + Text: Joachim Witt
Chappell Musikverlag

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