"Tag für Tag verschwindet Glück ins trübe Licht ich kann mich nicht gewöhnen - und trotzdem lebe ich" - (Tag für Tag |Thron | 2016 )

Meine Nerven

Was träumst Du viele Nächte lang, und
Warum schwitzt Du Dich um den Verstand, und

Was liebst Du außer Dir am meisten wirklich?

Was machst Du, wenn Du nicht mehr weinst, und
Was machst Du, wenn Du nicht mehr lachst, und
Woran glaubst Du, wenn die Stunden Dich zerreißen?

Dann schreist Du
Dann schreist Du
Dann schreist Du alles zu!

Kalter Wind und kurze Tage,
Gedanken gehen´ durch Kläranlage
Ein nettes Wort zur falschen Zeit verliert sich

Ein leiser Schmerz zieht durch die Glieder
Die Welt verhurt am Habenfieber
Die Nacht verdrängt das Sein in dunkle Strassen

Was lachst Du
Was lachst Du

Was lachst Du immerzu?

Wir sind am Ende der Zeit
Wir sind am Ende der Zeit
Wir sind am Ende der Zeit der Zeit

Da lachst Du
Da lachst Du
Ja, da lachst Du immerzu

Taue ziehn´ an meinen Nerven
Deinen Nerven
Unseren Nerven

Alles wird sich schnell verschärfen,
schnell verschärfen für die Nerven

Bei den jungen Therapeuten
wird sich bald die Arbeit häufen
Doch keiner will daß es so geht

Keiner will, daß es so geht
Keiner will, daß es so geht
Keiner will, daß es so geht
Keiner will, daß es so geht
Und doch ist es bald zu spät

Was, da lachst Du
Was, da lachst Du
Was, da lachst Du immerzu

Wolkenschweres Firmament
die Zeit steht still, der Himmel brennt
Die Wunden müssen schnell geheilt werden
Der Tag beginnt so selbstverständlich
Hälfte weiblich, hälfte männlich
Alles lebt auf einem Gleis, schlußendlich

Was tust Du,
Was tust Du,

Ja, was tust Du?


Musik + Text: Joachim Witt
Chappell Musikverlag

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