"Hausfrauenweibchen, immer appetitlich gegrillt" - (Mit Rucksack und Harpune 1985)

Leichtmatrose feat. Joachim Witt: Hier drüben im Graben

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Herzlichen Dank im Voraus!

Statement von Andreas Stitz \ Joachim Witt

zum Video Track „Hier drüben im Graben“ Leichtmatrose feat. Joachim Witt:

Wir fühlen uns als Künstler in der Verantwortung, dass schon fast abstrakte Thema „Krieg“ wieder in den Fokus zu stellen! Vielleicht auch, um es uns wieder bewusst zu machen, dass es sich hierbei um das schlimmste und verwerflichste Verhalten der Menschheit handelt.
Wir sind glücklicherweise in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Krieg entweder ein vergangenes oder weit entferntes Ereignis war und ist. Unsere alltäglichen und uns unmittelbar betreffenden Sorgen stehen im Vordergrund. Wir empfinden zwar Trauer und Mitgefühl, wenn wir Bilder und Nachrichten aus Kriegsgebieten in den Medien sehen, können aber nicht annähernd Nachempfinden, wie zerstörerisch und grausam es ist, direkt vom Krieg betroffen zu sein.
Wir haben bewusst kompromisslos grausame Bilder in dem Video Track benutzt, um aufzuwühlen, um zu schockieren…auch um Scham hervorzurufen…dass wir uns „Alle“ viel zu wenig mit diesem Thema beschäftigen.

Stoppt Waffenexporte in Kriegsgebiete!
Missachtet, sanktioniert und verhandelt nicht mit Kriegstreibern!
Kämpft für die Menschenrechte und nicht gegen die Menschen!
Geht wieder auf die Straße wie unsere Helden der Friedensdemonstrationen der 60/70er!

Andreas Stitz aka Leichtmatrose und Joachim Witt

Hier drüben im Graben

Text/ Lyrics:

Fast alle geblieben – die andern sind tot
hier drüben im Graben ist alles im Lot
nur Jürgen, der weint ganz leise allein
er schaut zu den Sternen und träumt von daheim

da packt uns die Sehnsucht und die Kälte der Nacht
was haben die Jahre aus uns gemacht

Komm und gib mir die Hand
und wir laufen durchs Land
uns wird niemand verzeihn‘
es wird immer so sein
all die Träume, der Schmerz
all die Toten vom März
hörst Du die Kinder schrein‘
es wird immer so sein

Fast alle erfroren
nur Du hältst mich warm
den Brief von zuhause
hält mein tauber Arm
Da packt uns der Wahnsinn
und die Kälte der Nacht
was haben die Jahre aus uns gemacht

Komm und gib mir die Hand
und begrab mich am Strand
uns wird niemand verzeihn
es wird immer so sein

alle die Träume der Schmerz
und es bricht dir das Herz
ein Soldat stirbt allein
es wird immer so sein

Jürgen hörst Du die Welt
heute bist du ein Held
morgen wieder allein
es wird immer so sein

All die Träume der Schmerz
und für immer der März
hörst Du die Kinder schrein
es wird immer so sein
es wird immer so sein

Und dann packt uns die Liebe
und die Träume der Nacht,
was haben die Jahre aus uns gemacht
und dann packt uns der Teufel
und die Götter der Nacht
was hat dieser Krieg nur aus uns gemacht

Komm und gib mir die Hand
und wir laufen durchs Land
uns wird niemand verzeihn‘
es wird immer so sein

all die Träume der Schmerz
all die Toten vom März
hörst Du die Kinder schrein‘
es wird immer so —

Schein‘, schein‘, schein‘ mein Stern,
schein‘, schein‘, schein‘ mein Stern,
schein‘, schein‘, schein‘ und hol‘ mich heim.

Schein‘, schein‘, schein‘ mein Stern,
schein‘, schein‘, schein‘ mein Stern,
schein‘, schein‘, schein‘ und hol‘ mich heim.

Die anderen sind tot!
Hier drüben im Graben ist alles im Lot…

Schein‘, schein‘, schein‘ mein Stern,
Hier drüben im Graben
Schein‘, schein‘, schein‘ mein Stern,
Hier drüben im Graben
schein‘, schein‘, schein‘ und hol‘ mich heim.
ist Alles im Lot
ist Alles im Lot

Fast Alle vergessen –
es gab keinen Grund
er zog die Pistole
und steckte sie sich in den …

Hier drüben im Graben – Downloads

Itunes
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Ein Blick zu Jürgen..

Habt ihr Jürgen bemerkt? Irrelevant wie der einzelne im Krieg ist – so erscheint unangekündigt und nicht näher erläutert zwei, drei mal Jürgen im Text des Liedes.

Jürgen hat alles überlebt, denn Jürgen ist „hier drüben im Graben“. Ein empfindsamer Junge, der von der Angst zerfressen wird, allein in der Fremde zu sterben. Krieg – den hatte er doch nicht ernst genommen, als er sich freiwillig gemeldet hat. Und nun sitzt er in der Falle und kommt nicht mehr raus. Ein ewiger Albtraum. Krieg. Misstrauen. Menschen töten. Angst. Kinder sterben sehen. Unerträgliche psychische und körperliche Belastungen.

Den Krieg hat er überlebt. Getötet hat ihn mit brutaler Präzision der Schaden, den sein Gefühlsleben genommen hat: Die Erinnerungen, das Unrecht und das Entsetzen darüber, dass es Menschen gibt, die es dulden, dass so etwas wie Krieg überhaupt möglich ist.

Krieg

Bilder vom Krieg. Aufgerissene Erde, zerstörte Häuser, schwere Fahrzeuge, Soldaten. Wie lange dauert der Krieg? Fünf, sechs, zehn Jahre? Wie weit ist er weg? 1000 Kilometer? Für die, die ihn erleben, dauert er ewig. Familienmitglieder, die im Krieg getötet wurden oder vermisst werden – sie sind jeden Tag präsent, für den Rest des Lebens. Krieg überdauert Generationen und entfaltet seine ganze zerstörerische Kraft im Leben der Menschen. Während und nach dem Krieg.

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